Der Laborholländer Typ Valley dient der Mahlung von Zellstoffen unter standardisierten Laborbedingungen. Zellstofffasern in wässriger Suspension bewegen sich unter kontrollierten Bedingungen (Geschwindigkeit und Druck) durch eine stationäre Walzrolle mit Gegenmesser. Der Laborholländer wird verwendet um Zellstoffproben mit unterschiedlichen Mahlgraden herzustellen. Diese können folgend zu Laborhandblättern geformt werden um physikalische Eigenschaften zu Testen. Auf diese Weise ist es möglich das Papierherstellungspotential von Zellstoffen zu bewerten ohne das umfassende Versuche erforderlich sind.
Versuchsbeschreibung
360 g Zellstoff werden händisch in Stücke von ungefähr 25 x 25 mm zerkleinert, in Wasser eingeweicht und aufgeschlagen. Danach wird die Suspension in den Laborholländer eingebracht und mit Wasser auf 23 l aufgefüllt. Das Gerät wird gestartet und bleibt für 3 Minuten ohne Gewicht in Betrieb. Vor der eigentlichen Mahlung wird eine Probe entnommen. Danach wird ein Gewicht von 5,5 kg auf dem Belastungsarm fixiert und der Mahlvorgang gestartet. In regelmäßigen Abständen (bei gebleichtem Zellstoff nach 5, 10, 15 und 20 Minuten, bei ungebleichtem Zellstoff nach 5, 15, 30, 60 und 90 Minuten) werden Proben entnommen. Der Zellstoff kann nun für die Herstellung von Versuchsblättern verwendet werden.